Dienstag, 26. Januar 2010 - 23:35 Uhr
Martin Harnik sorgt derzeit mit Aufsteiger Fortuna Düsseldorf in der 2.Bundesliga für Furore. Am vergangenen Freitag weilte Borussias Sportdirektor Max Eberl in der Düsseldorfer Arena bei der Partie der Fortuna gegen Union Berlin. Nach Informationen der 'Bild' könnte Eberl dabei sein besonderes Augenmerk auf den österreichischen Nationalspieler geworfen haben.
Harnik, den die Fortuna Mitte 2009 von Werder Bremen ausgeliehen hat, könnte am Ende der Saison für eine festgeschriebene Ablöse von 300.000 € zu jedem beliebigen Verein wechseln. Ein Betrag, den die Borussia »aus der Portokasse« zahlen könnte, wie die österreichische Tageszeitung 'Heute' anmerkt. Max Eberl wollte in dem Artikel der 'Bild' »keine Namen von Fortuna kommentieren«. Auch Harnik gab im selben Artikel zu Protokoll, er habe keinen Kontakt zur Borussia gehabt.
Der in Hamburg geborene Österreicher, der auch über einen deutschen Pass verfügt, könnte trotz des aktuellen Dementi ein ernsthafter Kandidat für die Verstärkung der Offensive im Sommer sein. Dem Stürmer, der bei Werder zeitweise zum Außenverteidiger umgeschult worden war, gelangen in dieser Saison in fünfzehn Einsätzen für die Fortuna bereits neun Treffer.
Anfang 2005 unterschrieb der heute 22-jährige seinen ersten Vertrag bei Werder Bremen, kam aber zumeist nur in der zweiten Mannschaft der Norddeutschen zum Einsatz. Ein Mittelfußbruch und ein Knochenödem setzten Harnik in den letzten Jahren jeweils längerfristiger außer Gefecht. Seit 2007 spielt Harnik für die österreichische Nationalmannschaft und erzielte in 15 Einsätzen zwei Tore für das Heimatland seines Vaters.
Auch ein anderer Akteur könnte im Sommer innerhalb des Rheinlands den Verein wechseln. Nach Informationen des Internetmagazins 4-4-2.com habe der 1.FC Köln Michael Bradley im Visier und wolle »Borussia Mönchengladbach Bradley abkaufen«. Auch der türkische Süperligist Trabzonspor soll nach Informationen von 4-4-2.com ein Auge auf den Nationalspieler der USA geworfen haben. Trabzonspors Trainer Senol Günes unterbreite der Borussia »in Kürze« eine Offerte.
Der Amerikaner besitzt bei der Borussia allerdings noch einen Vertrag bis Mitte 2012 und gehört aktuell zum Stammpersonal. Noch am vergangenen Mittwoch verkündete Bradley in einem Gespräch beim Lokalradio 90'1, er fühle sich bei der Borussia wohl und »wie zuhause«.
Allerdings betonte der aus Princeton stammende 22-jährige auch er » habe keine Ahnung, was in ein paar Monaten, im nächsten Jahr oder in zwanzig Jahren passiert«. Bradley hat nun zunächst die Rückrunde der Borussia und die Weltmeisterschaft in Südafrika vor der Brust. Ob sein Weg danach Richtung Geißbockheim führt, darf doch stark bezweifelt werden.