Monatelang verteilten die Medien Tiefschläge in Richtung Borussia Mönchengladbach. Nach zwei Siegen ist die Welt plötzlich wieder rosarot. Hoffentlich haben alle in den letzten Monaten aufgepasst und ihre Lehren gezogen.
Die Überschriften in den Medien überschlagen sich fast täglich. Im Fokus ist die Beziehung zwischen Borussias Trainer Hans Meyer und seinem Mittelfeldtalent Marko Marin. Dabei unterschlägt der Boulevard ein paar wichtige Fakten.
Medien sind eine schöne Sache. Sie transportieren Neuigkeiten und Meinungen dazu in Windeseile, erst recht seit es das Internet gibt. Leider kommt bei vielen Menschen dabei die Überlegung und das Nachdenken zu kurz.
Verwirrung auf der Pressetribüne in Mönchengladbach. Während der Partie am Samstag gegen Hannover 96 gab es plötzlich Unruhe. Eine Reihe ‚Schlümpfe‘ marschierte protestierend zwischen den Berichterstattern her.
Borussias Neuzugänge standen gleich unter besonderer Beobachtung - gleichzeitig richtetet sich die Scheinwerfer auf zum Saisonende scheidende Personen. Die Antworten folgten in den ersten Ligaspielen der Rückrunde.
Sie dürfen sich auf die Schulter klopfen, die Reporter der BILD-Zeitung. Ihr »Aufstand gegen Hans Meyer«-Artikel erfährt dank der Wiederkäuermentalität in der heutigen Medienlandschaft eine riesige Beachtung. Auch wenn vieles kalter Kaffee ist.
Andreas Beck könnte der nächste Nationalspieler von 1899 Hoffenheim werden. Jogi Löw berief den Rechtsverteidiger für das Länderspiel gegen Norwegen. Am Samstag im Borussia-Park erfuhr der 21-Jährige eine ganz besondere Behandlung.
Dass die Protagonisten im Profifußball genauso wie die Berichterstatter und Beobachter oft ziemlich Grenzwertiges von sich geben, ist nicht neu. Die Interpretation des Gladbacher Spiels in Stuttgart ist ein gutes Beispiel.
Viel Zeit ist nicht mehr bis zum Start der Rückrunde. Besonders vertrauenerweckend ist die Vorbereitung der Borussia auf dieselbe bislang nicht verlaufen. Und es kann gut sein, dass es angesichts des Startprogramms gegen Stuttgart, Hoffenheim und Bremen erstmal so weitergeht.
Die Gladbacher Borussia zehrt jährlich aus dem Jugend-Pool. Immer wieder holt der VfL seine jungen Nachwuchskräfte aus dem eigenen Unterhaus hervor. Dabei darf der Blick aufs Wesentliche nicht verloren gehen - Bankdrücker oder Talententwicklung? Ein schwieriges Unterfangen...