Lange ist es her, es war die Saison 2002/2003, als die Borussia nach 34 Spieltagen die gleiche Punktzahl erreichte, wie sie heute das Team von Trainer Horst Köppel vorweisen darf. Trotz der Wiederholung ziehen dunkle Wolken am Niederrhein auf.
Nach dem 2:2-Unentschieden gegen die zuletzt nochmals in Abstiegsnot geratenen Hannoveraner suchten Trainer und Sportdirektor nach helfenden Floskeln. Im Endeffekt gab es nur ein Thema: Bleibt Horst Köppel auch in der nächsten Saison Trainer der Borussia oder ist er auf Abschiedstournee?
Der Tag der Arbeit – Ruhetag in Deutschland. Für Jörg Böhme bedeutet dieser Tag das vorzeitige Ende. Die Borussia stellte den Ex-Schalker mit sofortiger Wirkung von allen Verpflichtungen frei und entledigte sich schon jetzt des unbequemen Böhme.
Die Saison ist praktisch gelaufen. Gladbach steht im Niemandsland der Tabelle und wird dort auch bleiben. Jetzt muss man die Weichen für die nächste Saison stellen.
Eine Spielzeit ohne Abstiegssorgen - so lautete die Zielvorgabe der Borussenverantwortlichen. Das Ziel wurde erreicht und doch überzeugt der Saisonverlauf in keiner Weise.
Ein Schweigen erwartet, ein Pfeifkonzert initiiert. Dem Aufruf des Fanprojektes, den Spielern und Funktionären zu zeigen, „dass es so nicht weitergehen kann“ und jeglichen Support vor Spielbeginn zu unterlassen, wurde zu einer peinlichen Farce, die einem Derby gegen Borussia Dortmund nicht würdig war.
Wenig engagiert lieferte die Borussia in Kaiserslautern einen Offenbarungseid ab. Woher könnte das leblose Team neue Impulse bekommen? Wir suchen nach ersten Lösungsansätzen.
Es gibt sie, die unzufriedenen Spieler. Auch in Mönchengladbach, trotz der komfortablen Tabellensituation. Hin und wieder muckt ein Kicker auf - jetzt reicht es dem Verein. Der VfL verpasst einen Denkzettel.
Gegen Bielefeld gab es ein 2:0 und damit drei Punkte – normal sollte man meinen. Die Tabelle gestaltet den Sieg als besonders Schmackhaft. Borussia ist am UEFA-Cup-Platz dran.
Zwei Drittel der Serie sind gespielt und Gladbach steht auf einem gesicherten Mittelplatz. So weit, so gut! Mit Blick auf die Tabelle ist jetzt die Zeit gekommen, einen langgezogenen Endspurt hinzulegen.