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Videoschiedsrichter und Eigentor

Dumm gelaufen

von Marc Basten

Samstag, 09. Dezember 2017 - 21:53 Uhr

Auch wenn das Remis gegen Schalke letztlich ein gerechtes Resultat war, ist der Abend aus Sicht von Borussia Mönchengladbach dumm gelaufen. Ein Eigentor und ein hanebüchener Eingriff des Videoassistenten brachten Borussia aus der Spur.

Bedröppelt nach dem Eigentor (Foto: (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)
Bedröppelt nach dem Eigentor (Foto: (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Am Ende bleibt ein zweischneidiges Gefühl. Einerseits ist das Remis gegen Schalke ein leistungsgerechtes Resultat. Andererseits war es aus Gladbacher Sicht unnötig, denn man hatte den ›Flow‹ auf seiner Seite. Doch es lief ziemlich unglücklich für die Borussen, so dass man am Ende sogar noch froh sein musste, nicht mit leeren Händen dazustehen.

Die Fohlenelf kam gut ins Spiel, kontrollierte Ball und Gegner in ging verdient in Führung. Es gab die Möglichkeiten, auf 2:0 zu stellen. Grifos Pfostenschuss inklusive der angeblichen Abseitsposition in der Entstehung der Aktion. 

Noch viel größer war der Ärger über die hanebüchene Entscheidung, den glasklaren Elfmeter nach dem Foul von Naldo an Stindl zurückzunehmen. Ein vermeintliches Foul von Wendt gegen Caligiuri in der Entstehung des Angriffs wollten die Videoexperten in Köln ausgemacht haben, die den Schiedsrichter letztlich dazu bewog, sein Urteil zu revidieren. Auch mehrmalige Wiederholungen der Szene lassen kein eindeutiges Foulspiel von Wendt erkennen - der Kontakt geht eher von Caligiuri aus, der sich dann hinlegte.

Dumm gelaufen, aber es hätte noch dümmer laufen können

Und auch im weiteren Verlauf verlief der Abend nicht gerade glücklich für die Borussen. Schalke machte nach der Pause zwar mehr, doch weiterhin behielten die Gladbacher die Kontrolle und hatten einige vielversprechende Angriffe, die nicht finalisiert wurden. Der Ausgleich durch das Eigentor von Vestergaard war unglücklich und vermeidbar. Danach gab es allerdings eine Phase, in der das Spiel gänzlich hätte kippen können. Borussia wackelte bedenklich.

Erst in der Schlussviertelstunde fand die Mannschaft wieder mehr Stabilität, ohne dabei zu einer wirklich hochkarätigen Chance zu kommen. Die hatte Schalke durch Burgstaller drei Minuten vor dem Ende, als Sommer den Punkt rettete.

Es ist dumm gelaufen für die Borussen, doch es hätte sogar noch dümmer laufen können. Daher muss man letztlich den Punkt verbuchen und das Spiel abhaken. Am Dienstag gehts mit dem letzten Aufgebot zum SC Freiburg.

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