Montag, 04. Februar 2013 - 20:00 Uhr
Es ist mittlerweile unstrittig, dass eine glasklare, plumpe und leicht identifizierbare Schwalbe die Borussia in Nürnberg um einen Punkt gebracht hat. So ganz zufällig kam diese Schwalbe aber nicht unbedingt zustande - so verhielt sich beispielsweise Club-Manager Martin Bader ziemlich schweigsam nach dem Spiel. Man muss nur seinen Namen und den von Schiedsrichter Florian Meyer in die Internet-Suchmaschine seiner Wahl eingeben und ahnt warum.
Es ist nämlich gerade einmal drei Jahre her, da wollte Herr Bader nie mehr Club-Spiele unter der Leitung von Florian Meyer erleben.
»Ich hoffe, dass der DFB uns irgendwann mal von Herrn Meyer verschont, denn das ist keine glückliche Ehe momentan zwischen dem 1. FC Nürnberg und Florian Meyer.«
Diese Aussage tätigte Bader unmittelbar nach einer 1:2-Niederlage ausgerechnet gegen Borussia Mönchengladbach, nachdem Karim Matmour den Nürnberger Torwart Raphael Schäfer vor dem Siegtreffer durch Rob Friend unsanft aus dem Spiel genommen hatte. TORfabrik damals:
»Der Jubel war riesengroß, doch genauso das Glück für die Borussen. Das Duell zwischen Schäfer und Matmour hätten wohl die meisten Schiedsrichter abgepfiffen. Schiedsrichter Meyer, der die Gladbacher während des Spiels wahrlich nicht bevorteilt hatte (u.a. wurde Bobadilla ein möglicher Elfmeter verweigert), sah es anders.«
Deutlich wird im Nachhinein, dass Schiedsrichter Florian Meyer am vergangenen Samstag stärker unter Druck stand als jeder Spieler auf dem Rasen. Fraglich ist, warum der DFB nach den Vorkommnissen vor drei Jahren Florian Meyer nun wieder in Nürnberg bei einem Gastspiel der Borussia ansetzte - im Zweifel konnte Meyer nur verlieren, man stelle sich das Gejammer der Nürnberger vor, er hätte den "Elfmeter" nicht gegeben. Rein spekulativ und nicht belegt sind natürlich Gedanken daran, dass jemand die Nürnberger Spieler mit der Aufforderung gewisse Szenen zu provozieren auf die Vergangenheit hingewiesen haben könnte - aber ausschließen kann man im Bundesligageschäft so etwas gewiss auch nicht.
Bleibt zu hoffen, dass die liebe Frankenseele nun ihren Frieden mit Herrn Meyer geschlossen hat und dieser in Zukunft von schrägen Ansetzungen des DFB verschont wird.