Samstag, 07. Januar 2012 - 14:12 Uhr

Noch bevor die Medienvertreter ihre Fragen an Mike Hanke richten konnten, eröffnete dieser das Pressegespräch mit einem Paukenschlag. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht verkündete der Stürmer: »Ich habe auch vor zu wechseln!« Doch was auf den ersten Blick wie eine weitere Hiobsbotschaft klang, war Hankes ironische Art mit den Spekulationen der letzten Tage umzugehen.
Die Erklärung für seinen kleinen Scherz, lieferte der Blondschopf gleich hinterher. »Ich finde es Wahnsinn was gerade hier los ist. Es wird von außen versucht eine negative Stimmung reinzubringen«. Damit spielte er vor allem auf die angeblichen Wechselabsichten seines Trainers Lucien Favre und seines Mannschaftskollegen Dante an. »Erstens hat Dante nicht gesagt, dass er gehen will und zweitens hat der Trainer auch nicht gesagt, dass er gehen will«, zeigte der Führungsspieler wenig Verständnis für die aktuelle Berichterstattung der Medien.
Die Tatsache, dass beide jedoch keine klare Aussage zu ihrem Verbleib bei der Borussia abgaben, entgegnete Hanke mit einem deutlichen Bekenntnis zu seiner persönlichen Situation und zur Leistungsfähigkeit der Mannschaft nach dem Sommer. »Ich werde definitiv noch hier sein und in einer starken Mannschaft spielen«.
Doch der 28-Jährige wollte den Fokus nicht auf die Zukunft, sondern auf die Gegenwart richten. »Wir sind Vierter mit zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Europapokalplatz, stehen im DFB-Pokal Viertelfinale. Wir genießen die Situation und was im Sommer passiert steht in den Sternen«. Vor allem die Erfahrungen aus dem brutalen Abstiegskampf stimmen den Angreifer trotz aufkommender Unruhe optimistisch. »Wir sind mittlerweile so gestärkt, dass wir auch diese Situation bewältigen. Im Gegensatz zur letzten Saison, ist das harmlos«.
Möglichen negativen Emotionen gegenüber Reus und Neustädter, sieht er ebenfalls gelassen entgegen. Zwar sei es schade, dass beide den Verein zum Ende der Saison verließen, dennoch müsse man dies akzeptieren. Deshalb bereiten ihm eventuelle negative Reaktionen der Fans kein Kopfzerbrechen. »Es wird kein leichtes Leben, allerdings haben die Beiden eine hohe Akzeptanz bei den Fans. Der Großteil wird es verstehen«.
Für die intakte Stimmung innerhalb des Teams, führte Hanke ein weiteres Beispiel an: »In der Mannschaft gibt es nur strahlende Gesichter. Wir hatten gestern Abend richtig Spaß, als einer der Neuen beim Essen singen musste«. Dabei wollte er weder den Interpreten noch das Lied preisgeben.
Nach den turbulenten Entwicklungen in dieser Woche, dürften Hankes Zuversicht und folgende Worte den Fans wieder ein wenig Hoffnung und Vorfreude auf den Rückrundenstart gegen den Rekordmeister vermitteln: »Wir sind heiß auf die Bayern und können es kaum abwarten!«