Sonntag, 20. November 2011 - 14:19 Uhr
Eigentlich war schon die Anreise zum Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen ein Geschenk. Ein Spiel vor der Brust, das aus Gladbacher Sicht ohne jeglichen Druck angegangen werden konnte, das selbst bei negativem Ausgang kein Beinbruch gewesen wäre.
Nach den Monaten der Endspiele am Klippenrand gibt es plötzlich Bundesligafußball in der Komfortzone. Herrlich.
Und umso schöner, dass die Gladbacher Borussen die gute Ausgangsposition noch mit einer solchen Gala krönen. Wann passiert es schon mal, dass man im November auf der Tribüne eine Gänsehaut bekommt, obwohl man gar nicht friert?
Von diesen Momenten gab es gegen Werder Bremen einige. Diesen Hochgeschwindigkeitsfußball, diese sicheren Kombinationen, diese herrlichen Tore. So schön kann Fußball, so schön kann Borussia Mönchengladbach sein.
Man sollte sich schlicht erfreuen an Borussia, die lange Leidenszeit und die vielen Enttäuschungen der letzten Jahre vergessen und auch die Gedanken verdrängen, dass ein Marco Reus möglicherweise irgendwann nicht mehr als Vortänzer des weißen Balletts fungieren wird.
Letztes Jahr ernteten die Borussen Mitleid auf allen Ebenen, jetzt leckt sich die Fußballwelt die Finger nach einem Mann wie Marco Reus. Und auch wenn das unsägliche öffentliche Gesabbel und Anbaggern von Bayerns Karl-Heinz Rummenigge in Sachen Reus eine bodenlose Frechheit ist, so sollte dies die Magie des Augenblickes nicht zerstören.
Es gilt einfach nur zu genießen, mit welchem Fußball Borussia Mönchengladbach aktuell begeistert …