Sonntag, 23. Oktober 2011 - 14:24 Uhr
Es wäre vermessen zu fordern, dass Borussia Mönchengladbach ob des guten Saisonstarts ohne mit der Wimper zu zucken den Bayern Paroli bieten müsste. Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Erwartungen an die Borussia aufgrund der Leistungen in den letzten Monaten gestiegen sind. Und da schmerzt eine Niederlage wie die in Hoffenheim.
Die Kraichgauer schlugen die Borussen quasi mit deren Mitteln: Kompakt stehen, viel laufen, umschalten und wenigstens eine Chance nutzen. Das gelang Hoffenheim. Während die Borussen ebenfalls kompakt standen und viel liefen, allerdings im Spiel nach vorne die schwächste Saisonleistung ablieferten.
1 ½ Chancen sind deutlich zu wenig, zumal Hoffenheim durch eigene Ballverluste genug Möglichkeiten bot, Gegenangriffe aufzuziehen.
Die Gründe für die Gladbacher Niederlage sind vielfältig. Bei dem einen fehlte das letzte Prozent, andere stoßen schlichtweg an ihre fußballerischen Grenzen. Und das Fehlen eines echten Mittelstürmers muss durch direktes Spiel in die Schnittstellen auf die schnellen Leute kompensiert werden, was jedoch in Sinsheim überhaupt nicht klappte.
Dass die Liga sehr ausgeglichen und kein Spiel ein Selbstläufer ist, zeigen die durchweg knappen Ergebnisse der Borussen. Und der Blick auf die Tabelle verdeutlicht, dass man bei Borussia Mönchengladbach sehr wachsam bleiben muss.
Die Tendenz mit einem Punkt aus drei Spielen ist kein Grund für Schreckensszenarien, darf gleichfalls nicht komplett als unerheblich abgetan werden. Auch für Lucien Favre ist es nun eine neue Situation. Es wird interessant sein zu beobachten, ob und wie die Borussen die Kurve kriegen.