Sonntag, 31. Juli 2011 - 13:25 Uhr

Die Gladbacher Feldspieler trugen gegen die in weißen Trikots gekleideten Hausherren ihre neue, graphitgraue Auswärtskluft. Ein modernes, aber gewöhnungsbedürftiges Design, nicht nur wegen der diagonalen Nadelstreifen und dem halbgrünen Kragen.
Auch Borussias Torhüter präsentierte sich in einem neuen Torwart-Outfit. Marc-André ter Stegen verbrachte, abgesehen von der Situation die zum Elfmeter für den SSV Jahn führte, einen relativ ruhigen Abend im Stadion an der Prüfeninger Straße. Seine grüne Hose mit gleichfarbigem Trikot hätte auf dem flutlichtbeleuchteten Rasen als Tarnfarbe herhalten können, wären da nicht seine dunklen Stutzen gewesen, die seine Anwesenheit verrieten. Stutzen, die zwar einigermaßen denen seiner Vorderleute ähneln, sich jedoch dadurch unterscheiden, dass eine poppige neongrüne Applikation die Wadenseiten ziert und oben der breite grüne Bund fehlt.
Doch nicht nur die neue Nummer eins im Kasten hatte sich solche in die Schuhe gesteckt, auch Borussias Nummer zehn hatte versehentlich solche 'Keepersocken' angezogen. Vielleicht ein mildernder Umstand, weswegen de Camargo in der ersten Halbzeit nicht selten wie ein Fremdkörper wirkte, wenn er in Kombinationsversuche einbezogen wurde.
Nach der gewonnenen Partie auf den Dresscode angesprochen, war sich der Belgien-Brasilianer seines Fehlgriffs in die Kleiderkiste nicht bewusst. »Wirklich? Darauf habe ich gar nicht geachtet«, reagierte der verdutzte Torschütze zum 1:3 und blickte augenzwinkernd schon auf das nächste Spiel gegen die Bayern voraus. »Vielleicht sollte ich die in München wieder tragen. Sie hinderten mich nämlich ganz und gar nicht daran, das Tor zu erzielen. Es wäre aus Aberglaube eine Überlegung wert. Solange ich damit treffe...«
Die Frage wird lauten, ob der VfL beim rotgekleideten Rekordmeister wieder im neuen Auswärtslook oder komplett in klassischem Weiß antreten wird. Im letzteren Fall würden Igors Wundersocken nicht nur der TORfabrik auffallen, sondern wohl auch dem Schiedsrichter.