Mittwoch, 29. Juni 2011 - 22:33 Uhr

Es ist so eine Sache bei möglichen Neuverpflichtungen. Entweder sind es Kandidaten, die seit einem gewissen Zeitraum gescoutet werden und es ist bekannt, wie sie sich im Spiel und auch beim Training präsentieren.
Oder aber der Spieler gehört zu dem Pool von Profis, die in den Wechselperioden auf den Markt ‚geworfen‘ werden. Passt ein solcher Akteur ins Anforderungsprofil, gilt es sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Borussia Mönchengladbach macht das im Falle von Asmir Kajevic, der seit Dienstag im Trainingslager in Bad Wörishofen weilt.
Der U21-Nationalspieler aus Montenegro hat ein paar Tage Zeit, sich für ein weiteres Engagement zu empfehlen. Sicherlich keine einfache Aufgabe, aber eben auch eine Chance.
Nach einer kaum aussagekräftigen Einheit am Dienstagnachmittag bot das Training am Mittwoch schon einen besseren Einblick. Der 1,87 große linke Mittelfeldspieler ist relativ schnell und ließ durchaus technische Qualitäten aufblitzen. Vor allem beim Elf gegen Elf am Nachmittag setzte er sich in zwei, drei Situationen geschickt durch.
Natürlich werden auch die Probleme eines solchen Probetrainings deutlich. Die Kommunikation ist schwierig, die Kollegen sind zwar bemüht, eine gewisse Distanz bleibt. So muss Asmir Kajevic jede Gelegenheit nutzen, auf sich aufmerksam zu machen. Im Trainingsspiel stieg der 21-Jährige einmal etwas überhart gegen Thorben Marx ein. Er entschuldigte sich, die Antwort von Marx folgte prompt. Keine zwanzig Sekunden später wurde es auch für Kajevic schmerzhaft.
Ob der Linksfuß tatsächlich für eine Verpflichtung in Frage kommt, kann nach diesem Tag nicht seriös beantwortet werden. Viel Zeit sich zu empfehlen hat Asmir Kajevic nicht. Und alles muss passen.