Sonntag, 15. Mai 2011 - 13:49 Uhr
TF: Marcell, die Borussia hat die Relegation erreicht. Wirst Du dir die Parteien anschauen?
Marcell Jansen: Ich werde es auf jeden Fall verfolgen und die Daumen drücken.
TF: Borussia hat mit Marco Reus wieder einen jungen Spieler, der kurz vor seiner Länderspielpremiere steht. Wie siehst Du ihn?
Marcell Jansen: Ich hoffe, dass er mit Gladbach die Liga hält und vielleicht sogar bleiben kann. Das wäre nicht schlecht, denn er muss natürlich erste Liga spielen. Wenn er im Kopf klar und bodenständig bleibt, dann braucht er sich keine Sorgen zu machen.
TF: Welchen Anteil hat Lucien Favre aus deiner Sicht am unerwarteten Comeback der Borussia?
Marcell Jansen: Was genau Favre anders macht, das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass sie es gut gemacht haben. Aber man darf nicht vergessen, dass es auch unter Michael Frontzeck gute Phasen gab. Es ist dann auch für ihn sehr unglücklich verlaufen, das war schade.
TF: Borussia sucht noch Verstärkungen für die nächste Saison …
Marcell Jansen: Das glaube ich. Wir in Hamburg auch.
TF: Du weißt, worauf wir hinaus wollen …
Marcell Jansen: Ja, aber ich habe zwei Jahre Vertrag hier und fühle mich wohl. Obwohl die Saison nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber das kommt auch mal vor. Aus so einem Jahr mit vielen Nebenkriegsschauplätzen musst du lernen und das kann einen stärker machen.
TF: Ist eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt deiner Karriere möglich?
Marcell Jansen: Ich habe nie etwas ausgeschlossen. Aber ich bin kein Mensch, der in der Zukunft lebt. Das habe ich noch nie gemacht und das bringt auch nichts. Ich habe vierzehn Jahre dort gespielt, Höhen und Tiefen miterlebt, stand früher selbst in der Kurve und meine Familie ist Gladbach-Fan. Also ich stehe hundertprozentig zu dem Verein. Ich habe damals schon gesagt, dass man schauen muss, wie sich alles entwickelt. Vielleicht bin ich mal zu schlecht oder der Verein zu gut oder umgekehrt. So ist das bei jedem Fußballer. Doch wichtig ist im Moment nur, dass Gladbach die Liga hält und etwas aufbaut. Ausgeschlossen ist da nichts. Es ist ein geiler Verein, darüber brauchen wir nicht zu reden.