Montag, 22. Februar 2010 - 22:27 Uhr
TORWORT – die Fußball-Lesung zu Gast in Mönchengladbach. Kein geringerer als Sportdirektor Max Eberl wird sich am Freitag, 26. Februar 2010 ab 20:00 Uhr auf die Bühne stellen und aus einem Buch lesen. Zusammen mit Stadionsprecher Thorsten „Knippi“ Knippertz, Radio-Reporter und Seitenwahl-Autor Christian Spoo sowie Torwort-Gründer Sascha Theisen lesen Fußball-Interessierte im gladbach**.
Ein besonderes Highlight möchte Max Eberl bieten, der aus einem Buch von Jorge Valdano vorliest. Der Sportdirektor von Real Madrid hat es Borussias Verantwortlichem angetan.
»Mich fasziniert die Art und Weise, wie er die Themen zu Papier bringt, wie er schreibt. Er bringt seine Geschichten voller Emotionen rüber und vergisst dabei nicht, sein Fachverständnis auszudrücken. So wie bei dem Text über das Weltmeisterschaftsfinale 1950 zwischen Brasilien und Uruguay, aus diesem Werk lese ich am Freitag auch vor.«
Wer Max Eberl schon einmal im TV-Interview erlebt hat, bekommt gleich bei dem Begriff „Vorlesen“ Schweißperlen auf die Stirn. Doch der Sportdirektor gibt vorab Entwarnung:
»Ich verspreche auch, dass ich versuchen werde, langsam zu lesen, obwohl das nicht meinem Naturell entspricht.«
Überhaupt scheint Max Eberl von der Idee, Lesestunden vor Fußballfans abzuhalten, begeistert zu sein.
»Die Zeit für eine Betrachtung aus einem anderen Blickwinkel musst du dir einfach nehmen. Das ist sehr wichtig und eine absolute Bereicherung für den Fußball. Fußballkultur ist eine sehr schöne Sache, die neben dem Alltagsgeschäft mit dazu gehört.«
Insofern scheint diese Abwechslung einen Tag vor der Partie gegen den SC Freiburg für viel Stimmung und andere Sichtweisen zu sorgen. Für nur 9 Euro Eintritt ein Spektakel, welches als Pflichtprogramm für den Borussenfan gelten sollte. Und – ein kleiner Tipp am Rande – wer im Trikot erscheint, spart einen Euro.
Achja – bleibt noch die eine Frage übrig: Ist Jorge Valdano ein Vorbild für Max Eberl? Borussias Sportdirektor gibt sich ganz bodenständig.
»Er ist kein Vorbild, zumal ich ihn mehr als Autor denn als Sportdirektor Real Madrids kennen gelernt habe. Wenn ich nach Vorbildern Ausschau halte, dann eher hier bei uns in Deutschland, zu nennen wären da Klaus Allofs und Uli Hoeneß zum Beispiel.«