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Sonntag, 07. Februar 2010 - 22:56 Uhr

»Fußball ist nicht immer gerecht«, seufzte Borussias Sportdirektor Max Eberl nach den 90 Minuten am Mainzer Bruchweg. »Wenn du fußballerisch, ja sogar in allen Belangen, überlegen bist und verlierst, dann tut das weh«.
»Wir waren die klar bessere Mannschaft«, unterstrich Tobias Levels und Roel Brouwers ergänzte: »Es war ein richtig gutes Spiel von uns und dennoch stehen wir mit leeren Händen da. Das ist wirklich bitter«.
Den Grund für die zweite Pleite in der Rückrunde hatten die Gladbacher schnell ausgemacht. »Wir müssen uns an die eigene Nase packen«, sagte Max Eberl. »Niederlagen muss man sich immer selbst zuschreiben, diese heute sicher ganz besonders«, erklärte Tobias Levels. »Wir hatten sehr gute Chancen, vor allem in der ersten Halbzeit. Die lassen wir liegen und dann fangen wir uns vor der Pause ein solch blödes Gegentor«.
Das markierte ausgerechnet der Ex-Borusse Bo Svensson. Der profitierte von dem misslungenen Versuch von Marco Reus, den Ball von der Linie zu klären, nachdem Logan Bailly die Kugel an den Querbalken gelenkt hatte. »Ich habe den Ball nicht richtig getroffen«, entschuldigte sich Reus, der anschließend von seinen Kollegen aufgemuntert werden musste. »Das war gut von Dante, dass er mich getröstet hat«, sagte Reus.
Nutznießer war Bo Svensson. »Ich war sicher, dass Reus klären würde und hatte mich schon fast weggedreht. Dann konnte ich gar nicht anders, als das Ding reinzuschieben«, sagte der Däne, der die Bedeutung der Partie für ihn persönlich nicht verhehlen wollte. »Natürlich ist es etwas besonderes, wenn es gegen den Ex-Club geht«.
Auch wenn Svenssons Torjubel in Richtung des Gladbacher Fanblocks nicht ganz astrein war, so war seine Einschätzung zur Partie umso treffender. »Ein unverdienter Sieg für uns, weil Gladbach die bessere Mannschaft war. Sie hatten vier, fünf hochkarätige Chancen und dominierten das Spiel. Wir selbst hatten das Tor und ein paar Halbchancen, aber sonst nichts«.
So sah es auch Max Eberl: »Bis auf das ‚Stochertor‘ hatten sie keine wirkliche Möglichkeit«. »Das Tor konnte nur nach einem Standard fallen«, meinte Tobias Levels. »Anders hätte Mainz heute auch keines erzielt«.
Das Spiel wurde durch die eigene unzureichende Chancenverwertung im ersten Durchgang verloren, zudem blieb man nach der Pause insgesamt zu harmlos. »In der zweiten Halbzeit hat ein wenig der Druck gefehlt«, räumte Levels ein.
Was bleibt ist der trotzige Blick nach vorne. »Umhauen wird uns das auf keinen Fall«, gab sich Max Eberl kämpferisch. »Das macht uns stärker und wütend für die nächste schwere Aufgabe gegen Nürnberg«. »Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen für die Partie am Freitag. Das wird ein kompliziertes Spiel, doch Nürnberg steht unter uns und dort wollen wir sie halten«, meinte Roel Brouwers.
Das Spiel in Mainz gilt es ganz schnell abzuhaken. So wie Roberto Colautti es vormachte. Ihm entlockte die Frage nach dem Grund für die Niederlage nur ein Schulterzucken und ein kurzes Statement: »Manchmal geht er rein, manchmal nicht«. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
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