Sonntag, 17. Januar 2010 - 15:30 Uhr

Da Michael Frontzeck an diesem Spieltag auf einige etablierte Spieler wie Rob Friend und Karim Matmour verzichten musste, wurde spekuliert, dass der 18-jährige Patrick Herrmann in die Startelf rutschen würde. Dass er am Ende doch nur auf der Bank Platz nehmen durfte, machte dem Youngster nichts aus. »Ich war froh, dass ich überhaupt mal im Kader war. Ich hatte auch nicht damit gerechnet, von Anfang an spielen zu dürfen. Es war einfach ein tolles Erlebnis für mich, eingewechselt zu werden und spielen zu dürfen«.
Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung kam er auch gleich zum Zug, als er mit einer tollen Flanke den im Strafraum lauernden Fabian Bäcker bediente, der das 1:2 für die Borussia erzielte. »Die Flanke klappte gut, Fabi ist reingelaufen und dann macht er das Tor. Da wir beide auch in der A-Jugend häufig zusammenspielten, haben wir bestimmt zehn, zwanzig solcher Tore gemacht. Es ist natürlich schön, dass es in der Bundesliga genauso gut klappt«.
Dass Herrmann bei seiner Vorbereitung die Kapitänsbinde in der Hand hielt, hatte einen einfachen Grund. »Als ich eingewechselt wurde, sollte ich Tobias die Binde geben, aber der Weg war in diesem Moment zu weit. Also habe ich den Angriff einfach mit der Binde in der Hand ausgeführt«.
Für den 19-jährigen Torschützen Fabian Bäcker war es ebenfalls sein Bundesliga-Debüt. Trotz seines Tores war er nicht zufrieden. »Das war mein erstes Spiel in der Bundesliga und ich habe direkt ein Tor erzielt – das ist natürlich toll. Aber trotzdem haben wir heute verloren, da hilft mein Treffer letztlich auch nicht mehr«.
Dass ausgerechnet Patrick Herrmann seinen Treffer vorbereitete, war für Bäcker kein Zufall. »Ich habe lange mit Patrick im Internat gewohnt und mit ihm in der A-Jugend gespielt. Er kennt mich und weiß genau, wie ich laufe«.
Für ihn war die Niederlage gegen Bochum besonders ärgerlich. »Da rennt man mit Mann und Maus nach vorne, aber das Tor will einfach nicht fallen. Mit ein bisschen Glück hätten wir eventuell noch das 2:2 machen können, doch es sollte irgendwie nicht sein«.
Fabian Bäcker und Patrick Herrmann wären sicherlich die Helden des Tages geworden, wenn das 2:2 noch gefallen wäre. So waren sie nur ein kleiner Lichtblick bei einer ansonsten recht düsteren Niederlage ...