Dienstag, 05. Januar 2010 - 23:03 Uhr

Michael Bradley (22) über ....
... den bisherigen Saisonverlauf:
»Der erste Teil der Saison war ordentlich, bis auf die Phase mit den fünf Niederlagen in Folge. Über die 17 Spiele gesehen ist die Bilanz zufriedenstellend.«
... den Vergleich zur Vorsaison:
»Im letzten Jahr hatten wir einen richtig armseligen Start. Wir standen von Anfang an hinten drin und die ganze Zeit unter Zugzwang. Auf dem 17. oder 18. Tabellenplatz zu stehen und von dort weg zu kommen, erfordert viel Kraft und mentale Stärke. Es ist nicht einfach, der Musik hinterher zu laufen. Am Ende zeigten wir, dass wir diesem Druck gewachsen waren. Wir landeten letztlich die Siege da, wo wir sie dringend brauchten. In dieser Saison haben wir uns Punkte und Selbstvertrauen direkt geholt und sind nie in komplette Panik verfallen, als es nicht so lief«.
... die Erwartungen für die Rückrunde:
»Wichtig ist ein guter Start, das spricht für sich. Generell müssen wir versuchen unser derzeitiges Niveau zu halten und uns sogar zu verbessern. Wir sollten die Teams herausfordern, die über uns stehen. Zum Beispiel gegen Hamburg und Schalke, aber auch gegen Bayern München und Leverkusen, haben wir gezeigt, dass wir mitspielen können und sogar in der Lage sind, solche Mannschaften zu schlagen«.
... seine Qualitäten:
»Ich bin ein Spieler, der einem Team helfen kann, wobei dies wohl viele von sich denken. Wertvoll ist man eigentlich nur dann, wenn die eigene Leistung dazu beiträgt, dass die Mannschaft Erfolg hat. Tore und Assists helfen einem nicht weiter, wenn das Spiel verloren geht. Meine Aufgabe vor der Abwehr ist es, den Gegnern das Spielen so unangenehm wie möglich zu machen. Jedes erfolgreiche Team braucht Leute, die solche Drecksarbeit machen«.
... den Sonderurlaub in der kurzen Winterpause:
»Ich war schon ein wenig überrascht. Eigentlich war ich darauf eingestellt, am 28. Dezember zurück zu kommen. Als mir unser Trainer mitteilte, dass ich noch vier Tage extra bekomme, war ich natürlich erfreut. So hatte ich noch etwas mehr Zeit mit der Familie - ‚It was nice!‘«
... die WM 2010 mit den USA ...
»Es ist normal und menschlich, dass man die WM im Hinterkopf hat, wenn so eine große Veranstaltung bevorsteht. Doch es ist noch lange hin und im Moment zählt nur Borussia. Hier muss ich meine Leistung bringen und bestätigen, sonst wird es bei der WM nicht funktionieren«.
... den möglichen Turnierverlauf in Südafrika ....
»Unser Ziel ist es, in die Knock-Out-Runde einzuziehen. Dafür müssen wir die Vorrunde überstehen, was nicht einfach sein wird. Das Spiel gegen England ist von der Papierform her das Schwerste, aber bei einer WM-Endrunde darf man ohnehin keinen Gegner unterschätzen«.
... über die Hoffnung der Deutschen, im Achtelfinale England zu umgehen ...
»Dann müsst ihr gegen uns spielen. Ob euch das lieber ist? Ich weiß nicht, was ihr wollt ...«