Montag, 17. März 2008 - 14:49 Uhr

Eine Interpretation wäre es, wenn die fünfte Gelbe Karte von Patrick Paauwe den Ausschlag dafür geben würde, dass sich Polanski und der VfL doch noch einmal an einen Tisch setzen. Keine Interpretation – zumindest keinen Spielraum dafür – lässt die am Freitag geschehende Aussage von Jos Luhukay zu:
»Er (Anm: Eugen Polanski) hatte schon im Winter die Freigabe. Sportlich ist es für beide Seiten besser, wenn man sich trennt. In dem Alter benötigst du Spielzeit, um dich weiterzuentwickeln. Die bekommt er bei uns nicht.« (Zitat Jos Luhukay, Aachener Zeitung)
Drei Tage später wiegelt der Klub ab. Sowohl Sportdirektor Christian Ziege als auch Trainer Jos Luhukay seien gemeinsam von dem Talent ihres Schützlings überzeugt, möchten den Vertrag verlängern und ihn gleichzeitig ausleihen. Ziel wäre die mögliche Spielpraxis bei einem anderen Verein, die ein Eugen Polanski durch die Konkurrenz in Mönchengladbach nicht erlangt.
Der Grund für den plötzlichen Sinneswandel? Borussia verweist auf Fehlinterpretationen seitens der Presselandschaft.
Übrig bleibt ein eher schwaches Bild, abgefedert durch die eigentliche Maßnahme, den Kapitän der U21-Nationalmannschaft irgendwie doch noch zu halten. Das hat neben der sportlichen auch eine finanzielle Bedeutung.
Und wenn Eugen Polanski am Ende das Vertragsangebot ausschlägt? Nun, dann darf sich der Verein zurücklehnen und die Hände in Unschuld waschen. Schließlich hat er alles getan, um sein großes Talent zu halten.
Vielleicht mit ein paar Abstrichen in der Außenkommunikation. Wie es ausgehen mag – die neue Version wäre mit ein bisschen mehr Innenkommunikation gar nicht nötig gewesen.