Mittwoch, 16. März 2005 - 23:02 Uhr
»Die Vereine haben sich geeinigt, an diesem Sonntag klärt Heinz in Prag die letzten Einzelheiten«, sagte Sparta-Vorsitzender Miroslav Pelta am Samstag (12.03.05) dem TV-Sender "Nova". Heinz wechsele zunächst als Amateur bis zum Saisonende in seine Heimat. Pelta weiter: »Den Rest wird man sehen. Wir sind aber an einer längeren Verpflichtung interessiert.«
Aus Mönchengladbach gab es dagegen wenig zu hören. Die Transferbedingungen wären nicht geregelt, man müsse abwarten... der Verein hielt sich bedeckt.
Mit gutem Grund, denn Marek Heinz sitzt am Donnerstag in der Maschine und fliegt nach erfolglosen Verhandlungen wieder zurück an den Niederrhein. Zum Training wird der tschechische Nationalspieler erst wieder am Freitag erwartet.
Damit ist den Transfergerüchten um Marek Heinz ein jähes Ende gesetzt. Der Linksfuß wird sich in nächster Zeit erst einmal wieder der Truppe von Coach Dick Advocaat aufdrängen müssen.
Schlechte Karten für den Tschechen, denn durch seine aktuelle Formschwäche verlor Heinz nicht nur den Platz im 18er-Kader der Borussia, er wurde auch nicht für die WM-Qualifikationsspiele der Tschechen gegen Finnland und Andorra nominiert.
Der einstige Heinz-Förderer und tschechische Nationaltrainer, Karel Brückner, verzichtet gänzlich auf die Dienste seines Schützlings.
Es treten harten Zeiten für Marek Heinz an, der von Borussias Cheftrainer Dick Advocaat zu den Amateuren beordert wurde, um endlich sich selbst zu besinnen. Spielpraxis wird Heinz bei der Köppel-Truppe jedoch nicht finden, schließlich ist er nicht spielberechtigt.
Am Ende sieht alles nach einem verzockten Pokerspiel aus – wobei Heinz sich die Karten scheinbar selbst schlecht angeschaut hat. Bleibt zu hoffen, dass der Tscheche sich seiner Tugenden endlich bewusst wird und den Gladbacher Trainern, Advocaat und Köppel, zeigt, wie falsch sie gelegen haben.